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Atterberg-Grenzen in Gelsenkirchen: Plastizität und Konsistenz von bindigen Böden präzise bestimmen

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Gelsenkirchen liegt im Emscherland, einer Region mit mächtigen quartären Lockergesteinsschichten über kreidezeitlichem Mergel. Die bindigen Böden aus Auelehm und Geschiebemergel prägen den Baugrund. 260.000 Einwohner leben hier, und jede Baumaßnahme muss die spezifische Plastizität dieser Sedimente berücksichtigen. Die Atterberg-Grenzen nach DIN EN ISO 17892-12 sind das Fundament für jede Zustandsbewertung bindiger Böden. Unsere akkreditierte Prüfung liefert Fließgrenze, Ausrollgrenze und Plastizitätszahl für Gelsenkirchener Bauvorhaben. Gerade in den ehemaligen Bergbauzonen mit Auffüllungen ist die Konsistenz des Feinbodens entscheidend. Für die Klassifikation kombinieren wir die Atterberg-Grenzen mit der Korngrößenanalyse, um die Bodengruppe exakt nach DIN 18196 einzustufen. Das geotechnische Labor in der Metropole Ruhr arbeitet mit langjähriger Erfahrung in der Bewertung regionaler Substrate.

Die Plastizitätszahl ist kein abstrakter Laborwert, sondern das zentrale Maß für das Schrumpf- und Quellverhalten Ihres Baugrunds in Gelsenkirchen.

Vorgehen und Leistungsumfang

Der Vergleich zwischen den sandigen Hochflächen in Buer und den tonig-schluffigen Auenbereichen an der Emscher zeigt, wie stark die Bodenplastizität in Gelsenkirchen variiert. Während in Buer oft leicht plastische Tone (TL) dominieren, finden sich an der Emscher ausgeprägt plastische Tone (TA) mit Fließgrenzen über 50 Prozent. Die Bestimmung der Atterberg-Grenzen erfolgt im Labor: Die Fließgrenze wird mit dem Casagrande-Gerät nach DIN 18122 ermittelt, die Ausrollgrenze durch manuelles Kneten bis zur Rissbildung bei 3 mm Durchmesser. Die Plastizitätszahl ergibt sich als Differenz und ist ein direkter Indikator für die Wasserempfindlichkeit des Bodens. In Kombination mit dem Proctor-Versuch lässt sich das Verdichtungsverhalten optimal steuern, denn bindige Böden reagieren extrem sensibel auf Wassergehaltsschwankungen. Unsere Prüfberichte enthalten das Plastizitätsdiagramm nach Casagrande und eine klare Bodengruppenansprache.
Atterberg-Grenzen in Gelsenkirchen: Plastizität und Konsistenz von bindigen Böden präzise bestimmen
Technisches Referenzbild — Gelsenkirchen

Lokaler geotechnischer Kontext

Das Casagrande-Gerät, eine Messing-Schale auf einem Ebonitblock mit Nockenstößel, ist das Herzstück der Fließgrenzenbestimmung. In Gelsenkirchener Laboren werden damit täglich Proben aus dem Ruhrgebiet geprüft. Wird die Konsistenz eines bindigen Bodens falsch eingeschätzt, drohen massive Setzungsschäden oder Stabilitätsverlust bei Aushubsohlen. Ein als 'steif' angesprochener Ton kann bei Wasserzutritt innerhalb von Stunden zu einer 'weichen' Konsistenz übergehen. Das ist vor allem bei temporären Böschungen oder tiefen Aushuben in der Stadt kritisch, wo der Grundwasserstand saisonal stark schwankt. Die korrekte Bestimmung der Atterberg-Grenzen verhindert Fehlklassifikationen. Unsere Berichte weisen jede Abweichung von der Norm explizit aus, sodass der planende Ingenieur in Gelsenkirchen keine bösen Überraschungen erlebt und die Standsicherheit gewährleistet bleibt.

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Technische Daten

ParameterTypischer Wert
Fließgrenze (wL)Wassergehalt bei 25 Schlägen, DIN 18122-1
Ausrollgrenze (wP)Übergang plastisch zu halbfest, 3-mm-Rolle
Plastizitätszahl (IP)IP = wL - wP, Maß für Bindigkeit
Konsistenzzahl (IC)IC = (wL - w) / IP, Zustandsbewertung
Liquiditätsindex (IL)IL = (w - wP) / IP
Aktivitätszahl (IA)IA = IP / Tonanteil < 0,002 mm
PrüfnormDIN EN ISO 17892-12:2020
ProbemengeCa. 500 g gestörter Boden, luftgetrocknet

Ergänzende Leistungen

01

Korngrößenanalyse mit Siebung und Sedimentation

Kombinierte Sieb- und Schlämmanalyse nach DIN EN ISO 17892-4 zur Bestimmung der Kornverteilung. In Verbindung mit den Atterberg-Grenzen erfolgt die exakte Bodengruppenzuordnung nach DIN 18196. Die Sedimentationsanalyse erfasst den Feinkornanteil bis 0,001 mm.

02

Wassergehalt und Glühverlust

Bestimmung des natürlichen Wassergehalts nach DIN EN ISO 17892-1 als Ergänzung zur Konsistenzbewertung. Der Glühverlust nach DIN 18128 gibt Aufschluss über organische Anteile, die die Plastizitätseigenschaften in Gelsenkirchener Auenböden stark beeinflussen können.

Referenznormen

DIN EN ISO 17892-12:2020, DIN 18122-1, DIN 18196, DIN 4022-1

Fragen und Antworten

Welche Bodenarten werden mit den Atterberg-Grenzen geprüft?

Die Atterberg-Grenzen werden ausschließlich für bindige Böden bestimmt, also für Tone, Schluffe und deren Gemische. In Gelsenkirchen betrifft das vor allem die quartären Auelehme, den Geschiebemergel und die verwitterten Kreidemergel. Sande und Kiese haben keine Plastizität und liegen außerhalb des Anwendungsbereichs. Die Prüfung ist für Böden mit einem Feinkornanteil unter 0,4 mm relevant.

Wie lange dauert die Laborprüfung der Atterberg-Grenzen?

Die reine Prüfdauer beträgt etwa einen Arbeitstag, vorausgesetzt die Probe ist bereits luftgetrocknet und aufbereitet. In der Praxis rechnen wir mit einer Vorlaufzeit von 24 Stunden für die Trocknung. Der Prüfbericht liegt in der Regel innerhalb von drei Werktagen nach Probeneingang vor. Bei Eilprojekten in Gelsenkirchen ist eine Expressbearbeitung innerhalb von 24 Stunden möglich.

Was kostet die Bestimmung der Atterberg-Grenzen?

Für die Bestimmung der Fließ- und Ausrollgrenze an einer gestörten Bodenprobe liegen die Kosten in Gelsenkirchen zwischen €60 und €90. Der Preis variiert je nach Probenanzahl und ob die Prüfung im Rahmen eines größeren Laborpakets beauftragt wird. Eine detaillierte Preisauskunft erhalten Sie direkt bei der Auftragsanfrage.

Welche Rolle spielt die Plastizitätszahl für die Gründung?

Die Plastizitätszahl IP ist ein Schlüsselparameter für die Bewertung des Schrumpf- und Quellpotenzials eines Bodens. Ein IP über 30 Prozent weist auf stark quellfähige Tone hin, die bei Wasseraufnahme erhebliche Hebungen verursachen können. In Gelsenkirchen ist das besonders in den Auenbereichen der Emscher relevant, wo tonige Schichten oberflächennah anstehen. Die IP fließt direkt in die Setzungsprognose und die Dimensionierung von Gründungen ein.

Können die Atterberg-Grenzen auch an Auffüllungen bestimmt werden?

Ja, das ist möglich und in Gelsenkirchen aufgrund der Bergbaugeschichte mit zahlreichen Auffüllungen sogar häufig notwendig. Allerdings muss die Probe repräsentativ sein und darf keine groben Bestandteile über 0,4 mm enthalten. Bei heterogenen Auffüllungen mit Bauschutt empfehlen wir, mehrere Einzelproben zu analysieren, um eine statistisch belastbare Aussage über die Plastizität zu erhalten.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Gelsenkirchen und seinem Großraum.

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