StartseiteIn-Situ-Prüfungen

In-Situ-Prüfungen in Gelsenkirchen

Gemeinsam lösen wir die Herausforderungen von morgen.

MEHR ERFAHREN →

In-Situ-Prüfungen bilden das Rückgrat einer jeden fundierten Baugrundbeurteilung in Gelsenkirchen. Anders als Laborversuche, die an entnommenen Proben durchgeführt werden, erfassen diese Felduntersuchungen den Boden in seinem natürlichen, ungestörten Zustand direkt vor Ort. Dies ist von unschätzbarem Wert, da Transport und Handhabung von Bodenproben unweigerlich zu Veränderungen des Gefüges, des Spannungszustands und des Wassergehalts führen. Für die Planung und Ausführung sicherer Gründungen, vom Einfamilienhaus bis zum Großprojekt, sind die Ergebnisse der direkten Aufschlüsse daher unverzichtbar.

Die geologischen Bedingungen in Gelsenkirchen stellen Planer regelmäßig vor Herausforderungen. Die Stadt liegt im zentralen Ruhrgebiet und ist geprägt von mächtigen quartären Lockergesteinsablagerungen, die von den Urstromtälern der Emscher und ihrer Zuflüsse geformt wurden. Unter einer oft geringmächtigen Auffüllungsschicht, die aus der langen Bergbau- und Industriegeschichte stammt, folgen typischerweise Wechsellagerungen aus Sanden, Kiesen und Schluffen der Nieder- und Mittelterrassen. Diese heterogenen Baugrundverhältnisse erfordern eine präzise Erkundung, da die Tragfähigkeit auf kürzester Distanz stark schwanken kann. Hinzu kommen lokal begrenzt organische Weichschichten wie Torf oder Faulschlamm in verfüllten Senken und Altarmen der Emscher.

Demonstrationsvideo

Für sämtliche In-Situ-Prüfungen in Deutschland sind die Vorgaben des Eurocode 7 (DIN EN 1997) in Verbindung mit dem nationalen Anhang und den ergänzenden Normen aus der Reihe DIN 4020 sowie DIN 4094 verbindlich. Die DIN EN ISO 22476 definiert die Ausführung und Auswertung von Drucksondierungen (CPT), während die DIN 4094-3 die Rammsondierungen (DPH) regelt. Ein zentrales Verfahren ist die Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren), die nach DIN 18125-1 durchgeführt wird und eine direkte Kontrolle des Verdichtungserfolgs ermöglicht. Diese Normen stellen sicher, dass alle Prüfungen nach einheitlichen und reproduzierbaren Kriterien ablaufen und die Ergebnisse belastbar sind.

Das Anwendungsspektrum von In-Situ-Prüfungen in Gelsenkirchen ist enorm breit. Sie sind die Grundlage für die Verdichtungskontrolle im Straßen- und Kanalbau, beispielsweise bei der Herstellung von Baugrubenverfüllungen oder der Erstellung von Dämmen. Im Hochbau dienen sie der Bestimmung der zulässigen Bodenpressung für die Gründung von Wohn- und Gewerbebauten, wobei insbesondere die Erkundung von Bergbaufolgelasten wie Tagesbrüchen oder ungesichertem Althergbau eine große Rolle spielt. Auch die Planung von Versickerungsanlagen, die aufgrund der hohen Versiegelungsdichte im urbanen Raum immer wichtiger wird, erfordert die Bestimmung der Wasserdurchlässigkeit mittels Feldversuchen. Nicht zuletzt sind sie ein unverzichtbares Werkzeug für die Baugrubensicherung und die Bewertung von Nachbarbebauung im innerstädtischen Bereich.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.biz

Verfügbare Leistungen

Felddichtebestimmung (Sandkegelverfahren)

→ Ver detalle

Fragen und Antworten

Was versteht man unter In-Situ-Prüfungen und warum sind sie notwendig?

In-Situ-Prüfungen sind geotechnische Untersuchungen, die direkt im Boden am Ort des Geschehens durchgeführt werden, ohne dass eine Probe entnommen und ins Labor transportiert wird. Sie sind notwendig, weil sie den Boden in seinem natürlichen, ungestörten Zustand mit seinem ursprünglichen Spannungs- und Wassergehalt erfassen. Dadurch liefern sie unverfälschte Kennwerte über die Tragfähigkeit, Lagerungsdichte und Verformbarkeit des Baugrunds, die für eine sichere und wirtschaftliche Gründungsbemessung unerlässlich sind.

Welche Normen sind für In-Situ-Prüfungen in Deutschland maßgebend?

Die maßgebenden Normen in Deutschland sind der Eurocode 7 (DIN EN 1997) mit seinem nationalen Anhang sowie die ergänzenden Normen der Reihe DIN 4020 für geotechnische Untersuchungen. Für die Ausführung spezifischer Prüfungen sind die DIN EN ISO 22476 (z. B. für Drucksondierungen) und die DIN 4094 (z. B. Teil 3 für Rammsondierungen) verbindlich. Für spezielle Verfahren wie die Felddichtebestimmung gilt die DIN 18125-1.

Bei welchen Bauprojekten in Gelsenkirchen sind In-Situ-Prüfungen besonders wichtig?

In Gelsenkirchen sind sie besonders wichtig bei Projekten, die von den heterogenen quartären Böden und potenziellen Bergbaufolgelasten beeinflusst werden. Dazu zählen die Gründung von Hochbauten auf wechselhaften Sand- und Kiesschichten, die Verdichtungskontrolle im Straßen- und Kanalbau, die Planung von Versickerungsanlagen auf bindigen Böden sowie die Erkundung von Althergbau und Tagesbrüchen zur sicheren Bemessung von Baugrubensicherungen in innerstädtischen Lagen.

Wie unterscheiden sich direkte und indirekte In-Situ-Prüfverfahren?

Direkte Verfahren wie die Felddichtebestimmung nach dem Sandkegelverfahren messen eine physikalische Größe wie die Dichte unmittelbar und liefern einen absoluten Wert. Indirekte Verfahren wie die Rammsondierung oder die Drucksondierung messen eine Hilfsgröße, beispielsweise den Eindringwiderstand, aus dem die gesuchte Bodeneigenschaft über empirische Korrelationen abgeleitet wird. Direkte Verfahren sind oft genauer, aber aufwendiger, während indirekte Verfahren eine schnelle und nahezu kontinuierliche Profilaufnahme ermöglichen.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Gelsenkirchen und seinem Großraum.

Größere Karte ansehen